Brüssel genehmigt französischen Plan für 1 GW Wasserstoffproduktion – einschließlich Atomstrom
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Brüssel genehmigt französischen Plan für 1 GW Wasserstoffproduktion – einschließlich Atomstrom

Veröffentlicht am 26-03-2026

Die Europäische Kommission hat am 23. März 2026 grünes Licht für eine französische Beihilferegelung gegeben, die den Aufbau von 1 GW Elektrolysekapazität unterstützen soll. Es handelt sich um eine der größeren Wasserstoff-Förderregelungen, die die Kommission bislang genehmigt hat, und sie enthält ein politisch brisantes Element: Die Förderung gilt auch für Wasserstoff, der mit Kernenergie produziert wird — ein Punkt, über den innerhalb der EU schon länger heftig debattiert wird.


Die Förderung wird über drei Ausschreibungsrunden verteilt. Die erste Runde betrifft 200 MW Kapazität mit einem geschätzten Budget von 797 Millionen Euro. Die Beihilfe wird als feste Prämie pro Kilogramm produzierten Wasserstoffs gewährt, für Verträge mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Das ist ein wichtiges Detail: 15 Jahre Sicherheit sind genau das, was Projektentwickler brauchen, um große Investitionen in Elektrolyseure zu rechtfertigen.


Der gesamte im Rahmen dieses Programms produzierte Wasserstoff ist ausschließlich für direkte industrielle Anwendungen bestimmt — Sektoren, in denen eine direkte Elektrifizierung wirtschaftlich nicht machbar ist, etwa die chemische Industrie oder die Stahlproduktion. Produzenten müssen nachweisen, dass sie die EU-Kriterien für RFNBO (erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs) oder die neueren Regeln für kohlenstoffarmen Wasserstoff erfüllen, in deren Rahmen nuklear erzeugter Strom nun also ebenfalls mitzählt.


Mit diesem Programm will Frankreich auf 4,5 GW Elektrolysekapazität im Jahr 2030 und 8 GW im Jahr 2035 hinarbeiten. Jährlich soll das Programm bis zu 1,1 Megatonnen CO₂-Emissionen vermeiden. Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt stark davon ab, wie schnell die Wasserstoffnachfrage aus der Industrie in Gang kommt — und wie wettbewerbsfähig der produzierte Wasserstoff gegenüber günstigeren fossilen Alternativen sein kann.

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