China investiert 160 Prozent mehr in Wasserstoff: Was das für die Straße bedeutet
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China investiert 160 Prozent mehr in Wasserstoff: Was das für die Straße bedeutet

Veröffentlicht am 08-08-2026

Die Investitionen in den chinesischen Wasserstoffsektor sind im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 160 Prozent gewachsen. Das meldet die chinesische Energieaufsichtsbehörde NEA. Damit wuchs Wasserstoff deutlich schneller als andere Bereiche der Energiewende.


Schneller als Netz, Ladesäulen und Speicher

Zum Vergleich nennt die NEA die Wachstumszahlen anderer Kategorien im gleichen Zeitraum:


  • Wasserstoff: mehr als 160 Prozent.
  • Energiespeicherung: 74,3 Prozent.
  • Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: 21,8 Prozent.
  • Stromnetz: 13,5 Prozent.


Absolute Beträge hat die NEA nicht veröffentlicht; es handelt sich um Wachstumsraten gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025.


Mehr als die Hälfte der weltweiten Kapazität

Laut Pan Huimin, stellvertretender Direktor der Abteilung Neue Energien der NEA, wurde die chinesische Produktionskapazität für grünen Wasserstoff, grünes Ammoniak und grünes Methanol in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Ende 2025 hielt China damit mehr als die Hälfte der weltweiten Kapazität.


Gleichzeitig gibt sich die NEA nüchtern, was die wirtschaftliche Seite betrifft: Bei Anwendungen, in denen erneuerbarer Strom nicht als Strom genutzt, sondern umgewandelt wird, ist die Wettbewerbsfähigkeit noch begrenzt. Politische Unterstützung bleibt deshalb notwendig.


Was das für die Wasserstoffmobilität bedeutet

Auch auf der Straße ist China ein großer Player. Einige Zahlen aus der chinesischen Politik dieses Frühjahrs:


  • Rund 40.000 Brennstoffzellenfahrzeuge auf der Straße, mit dem Ziel von mehr als 100.000 im Jahr 2030.
  • 574 Wasserstofftankstellen Ende 2025, die zusammen eine Tankkapazität von etwa 360 Tonnen pro Tag bieten.
  • Preisziele für 2030: landesweit maximal 25 Yuan pro Kilo und 15 Yuan pro Kilo in Regionen mit günstigen Bedingungen.
  • Wasserstoffcluster in ausgewählten Städten können bis zu 1,6 Milliarden Yuan an Förderung erhalten, verteilt über vier Jahre.


Diese Preisziele sind für alle interessant, die in Europa mit Wasserstoff fahren. Eine Skalierung auf der Produktionsseite drückt langfristig die Kosten von Elektrolyseuren, Brennstoffzellen und Tanksystemen – Komponenten, die weltweit gehandelt werden.


Warum wir das im Blick behalten

Wasserstoffmobilität steht und fällt mit Verfügbarkeit und Preis an der Zapfsäule. Wenn ein Land dieser Größe bei der Produktion Tempo macht und mit einem konkreten Preisziel pro Kilo arbeitet, sagt das etwas über die Richtung aus, in die sich die gesamte Kette bewegt.


Wir verfolgen die chinesischen Zahlen weiter, gerade weil sie zeigen, wie schnell ein Markt skalieren kann, wenn Produktion, Fahrzeuge und Tankinfrastruktur gleichzeitig angegangen werden.


Quellen

  • Hydrogen Insight, Investment in China's hydrogen industry grew by more than 160% year on year in first half of 2026: NEA
  • HydroNews, In the first half of 2026, investment in the hydrogen sector in China grew by 160 per cent
  • Just Auto, China to double size of hydrogen fuel cell vehicle fleet by 2030, 18. März 2026
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