Tiefste Wasserstoffbohrung der Welt bestätigt: Im französischen Untergrund gibt es natürlichen Wasserstoff
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Technologie #weißer Wasserstoff

Tiefste Wasserstoffbohrung der Welt bestätigt: Im französischen Untergrund gibt es natürlichen Wasserstoff

Veröffentlicht am 25-03-2026

Das französische Energieunternehmen La Française de l'Énergie (FDE) hat die Bohrung seiner Sonde PTH-2 erfolgreich abgeschlossen – und das ist eine Weltpremiere. Mit einer Tiefe von 3.655 Metern ist es die tiefste Bohrung der Welt, die speziell auf das Aufspüren von natürlichem Wasserstoff ausgerichtet ist. Der Standort: Pontpierre in der Region Moselle (Grand Est), im Nordosten Frankreichs.


Die Bohrung ist Teil des Forschungsprogramms REGALOR II, einer Zusammenarbeit von FDE mit der Universität Lothringen, CNRS, BRGM und Solexperts. In mehreren Tiefenniveaus des Sedimentbeckens wurde Wasserstoff nachgewiesen – eine Fortsetzung des ersten Fundes, den FDE bereits 2023 bei Folschviller machte. Während der Bohrung wurden 58 Proben direkt an der Oberfläche gesammelt.


Was das so interessant macht: Natürlicher Wasserstoff – auch „goldener Wasserstoff" oder „white hydrogen" genannt – entsteht geologisch im Erdboden und muss also nicht über Elektrolyse oder Dampfreformierung produziert werden. Sollte sich eine Förderung in kommerziellem Maßstab als machbar erweisen, hätte man damit eine nahezu emissionsfreie Wasserstoffquelle ohne die Infrastrukturkosten der grünen oder blauen Produktion.


FDE arbeitet nun an einem standardisierten Ansatz für die weitere Exploration und wagt außerdem den Schritt in den US-Bundesstaat Kansas, wo für die zweite Hälfte von 2026 neue Bohrungen geplant sind. Die Entdeckung in Moselle ist vielversprechend, doch FDE bleibt nüchtern: Das Unternehmen rechnet dieses Potenzial noch nicht in seine offiziellen finanziellen Ziele ein.

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