Mercedes-Benz NextGen H2 Truck: 1.000 km Reichweite und 220 Millionen Euro Infrastrukturförderung
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Technologie #Mercedes-Benz

Mercedes-Benz NextGen H2 Truck: 1.000 km Reichweite und 220 Millionen Euro Infrastrukturförderung

Veröffentlicht am 02-04-2026

Zwei große Entwicklungen fielen diese Woche in der Welt des Wasserstofftransports zusammen: Daimler Truck präsentierte den Mercedes-Benz NextGen H2 Truck, und das deutsche Bundesverkehrsministerium kündigte eine Förderung von 220 Millionen Euro für Wasserstofftankstellen und -fahrzeuge an. Ein starkes Signal dafür, dass das Ökosystem für den Wasserstoff-Güterverkehr rasch reifer wird.


Die technischen Daten

Der NextGen H2 Truck ist um ein doppeltes Brennstoffzellensystem von cellcentric mit einer Gesamtleistung von 300 kW (2 x 150 kW) aufgebaut. Die beiden Tanks für flüssigen Wasserstoff bieten zusammen eine Kapazität von bis zu 85 kg — genug für eine Reichweite von über 1.000 km, und das voll beladen. Die Betankung dauert über den sLH2-Standard nur 10 bis 15 Minuten, vergleichbar mit Diesel.


Der Antriebsstrang ist genauso beeindruckend: eine integrierte E-Achse mit zwei Elektromotoren, ein Vierganggetriebe und eine Maximalleistung von 370 kW. Der Radstand wurde verkürzt, um mehr Kombinationsmöglichkeiten mit Aufliegern zu bieten. Ein neues Boil-off-Managementsystem ermöglicht das Parken in überdachten Räumen und das Übernachten in der Kabine.


Auf dem Weg zum Kipppunkt

Daimler Truck plant, ab Ende 2026 hundert H2-Trucks bei Kunden einzusetzen. Das ist mehr als ein technischer Test — es ist der erste Schritt zum Kipppunkt, an dem verfügbare Trucks, ein Netz von Tankstellen und wettbewerbsfähige Wasserstoffpreise sich gegenseitig verstärken. Jenseits dieses Punktes trägt sich das weitere Wachstum selbst und die heutigen Förderungen sind nicht mehr nötig.


Wasserstofftruck und batterieelektrischer Truck sind dabei keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Beide gemeinsam aufzubauen geht schneller und erfordert weniger Investitionen, als nur eine Technologie zu skalieren. Gerade jetzt, wo die Stromnetze an ihre Grenzen stoßen, bietet Wasserstoff einen unverzichtbaren parallelen Weg.

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