Erste 25 Kilo grüner Wasserstoff aus Drenther Solarpark: H2 Hollandia läuft
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Erste 25 Kilo grüner Wasserstoff aus Drenther Solarpark: H2 Hollandia läuft

Veröffentlicht am 06-08-2026

Bei H2 Hollandia im niederländischen Nieuw-Buinen (Provinz Drenthe) wurden die ersten 25 Kilo grüner Wasserstoff produziert. Entwickler Novar gab diesen Meilenstein Ende Juni bekannt. Die Anlage ist noch nicht vollständig in Betrieb: Der Kompressor und die Tankinfrastruktur folgen noch.


„An diesem Standort kommen die großmaßstäbliche Erzeugung erneuerbarer Energie, die intelligente Umwandlung in Wasserstoff und die konkrete Anwendung in der Region zusammen“, so Novar. Das Unternehmen bezeichnet das Projekt als konkreten Schritt hin zu einer neuen nachhaltigen Energieinfrastruktur.


Strom, der sonst nicht ins Netz passt

Der Elektrolyseur steht neben dem Solarpark Vloeivelden Hollandia, einem der größten Solarparks der Niederlande, der 2021 von König Willem-Alexander eröffnet wurde. Der Park kann bis zu 115 MVA liefern, während der Netzanschluss bei 70 MVA liegt. An sonnigen Tagen bleibt also Leistung übrig, die das Netz nicht aufnehmen kann.


Genau diese Überschüsse fließen nun in den Elektrolyseur. So wird Strom, der sonst verloren ginge, in einen Kraftstoff umgewandelt, den man speichern und transportieren kann — eine praktische Antwort auf Netzengpässe.


Die Zahlen

  • Elektrolyseurkapazität: 5 Megawatt.
  • Erwartete Produktion: rund 300.000 Kilo grüner Wasserstoff pro Jahr.
  • Solarpark: 115 MWp, Netzanschluss 70 MVA.
  • Standort: Nieuw-Buinen, Gemeinde Borger-Odoorn, Provinz Drenthe.


Wer den Wasserstoff nutzen wird

Das Tief- und Wasserbauunternehmen Avitec ist erster Abnehmer und Miteigentümer. Das Unternehmen möchte seine Traktoren, Radlader und schweren Geräte mit Wasserstoff betreiben. Daneben wird ein Industriegaslieferant Wasserstoff abnehmen und über Tube-Trailer an Tankstellen und Industriekunden weiterliefern. Auch der schwere Straßengüterverkehr, Busse und Binnenschiffe kommen als Nutzer in Betracht.


Wer es möglich macht

Novar entwickelt das Projekt, Avitec übernimmt die Tiefbauarbeiten. An der Technik arbeiten unter anderem Plug Power, Resato Hydrogen Technology, Van Halteren Technologies und Summit Renewable Projects. Repowered steuert und optimiert das System, Klaer übernimmt Betrieb und Wartung. Die Rabobank finanziert. Außerdem gibt es Unterstützung von GroenvermogenNL, der DEI+-Regelung, der Wasserstoff-Skalierungsregelung der RVO und der Provinz Drenthe.


Warum das zählt

Wasserstoffprojekte, die es tatsächlich bis zum Bau und zur Produktion schaffen, sind in den Niederlanden noch rar. Dass hier Sonne, Elektrolyse und Abnehmer nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, macht die Kette kurz und übersichtlich.


Wir verfolgen dieses Projekt mit Interesse. Für Arbeitsmaschinen und den Schwerlastverkehr, die den ganzen Tag durchlaufen müssen, ist lokal produzierter grüner Wasserstoff ein attraktiver Weg zu emissionsfreiem Arbeiten. Und die ersten 25 Kilo zeigen, dass es keine Zeichnung auf dem Papier mehr ist.


Quellen

  • Novar, Eerste 25 kilo groene waterstof geproduceerd bij H2 Hollandia, 26. Juni 2026
  • Novar, Doorbraak in groene waterstof: H2 Hollandia bereikt financial close
  • Change Inc., Te groot zonnepark levert groene waterstof voor vrachtwagens, tractoren en shovels
  • Solar en Storage Magazine, Bouw elektrolyser Zonnepark Vloeivelden Hollandia van start
  • GroenvermogenNL, Bouw waterstofinstallatie H2 Hollandia van start
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