H2 MOBILITY nimmt eigene Wasserstofflogistik mit eigener Trailerflotte in die Hand
H2 MOBILITY, der größte Betreiber öffentlicher Wasserstofftankstellen in Deutschland, macht einen deutlichen Schritt in Richtung eines zuverlässigeren und effizienteren Tanknetzes. Nach einer mehrwöchigen Testphase hat das Unternehmen seine ersten beiden eigenen Wasserstofftrailer in den Regelbetrieb übernommen. Vier weitere sollen folgen, sodass die Flotte auf sechs Trailer anwächst.
Mehr Kontrolle über die eigene Lieferkette
Der Kern der Nachricht: Indem H2 MOBILITY die Trailer selbst betreibt, übernimmt das Unternehmen die operative Verantwortung für wichtige Glieder der eigenen Supply Chain. Bislang war es bei der Belieferung stärker von externen Anbietern abhängig; mit einer eigenen Flotte kann es die Transportströme eigenständiger steuern und schneller auf Nachfrageschwankungen reagieren.
Die Trailer ergänzen die bestehenden Logistikstrukturen und ermöglichen flexible, bedarfsgerechte Lieferungen an die Tankstellen. Das Ziel: die Wasserstoffversorgung insgesamt effizienter, zuverlässiger und unabhängiger zu machen.
Zusammenarbeit mit HOYER
Diese Logistikkapazität baut H2 MOBILITY gemeinsam mit dem etablierten Logistikdienstleister HOYER Group auf. HOYER übernimmt zentrale Aufgaben in der Wasserstoffbelieferung und bringt langjährige Erfahrung im Gastransport und in der Mengenplanung mit. Die Fahrer von HOYER sind inzwischen mit den Trailern von H2 MOBILITY unterwegs. Die Zusammenarbeit begann zuvor in der Region Rhein-Neckar und ist ein logischer Auftakt für diesen breiteren Rollout.
Laut H2 MOBILITY geht es um Lösungen, die Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz und Skalierbarkeit verbinden – genau das, was nötig ist, um klimafreundliche Mobilität im Schwerlastverkehr auszubauen.
Warum zuverlässige Logistik zählt
Ein engmaschiges und zuverlässiges Tanknetz ist einer der Schlüssel für Wasserstoff im Schwerlastverkehr. Speditionen, die auf Wasserstoff umsteigen, wollen die Sicherheit haben, dass sie tanken können, wo und wann es nötig ist. Wer die Belieferung selbst in die Hand nimmt, erhöht als Tankstellenbetreiber diese Versorgungssicherheit und kann bei Nachfragespitzen gezielter gegensteuern.
Damit verbunden ist ein grundsätzlicher Vorteil von Wasserstoff in der Logistik. Die Betankung geht schnell – wichtig für Fahrzeuge mit engen Zeitplänen, denn ein wartender Fahrer wird ebenfalls bezahlt. Und anders als schwere Schnellladeinfrastruktur, die vielerorts an die Grenzen des Stromnetzes stößt (Netzengpässe), kann ein Trailernetz Wasserstoff flexibel dorthin bringen, wo Bedarf besteht.
Auf dem Weg zu grünem Wasserstoff
H2 MOBILITY betreibt in Deutschland ein Netz von rund 80 öffentlichen Tankstellen und hat sich vorgenommen, bis 2028 vollständig auf erneuerbaren Wasserstoff umzustellen. Die eigene Trailerflotte passt zu diesem Anspruch: mehr Steuerung über die gesamte Kette, von der Anlieferung bis zum Tankvorgang.
Neben batterieelektrischen Lösungen zeigt das, dass sich Wasserstoff als emissionsfreie Option auch infrastrukturell weiterentwickelt – gerade im Schwerlastverkehr, wo Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit den Unterschied machen.
Quellen:
- H2 MOBILITY (über FuelCellsWorks – fcw.sh)
- Renewable Energy Magazine – renewableenergymagazine.com
- HOYER Group – hoyer-group.com
- Driving Hydrogen – drivinghydrogen.com
- h2-tech – h2-tech.com