H2 Mobility senkt den Wasserstoffpreis an fünf stark frequentierten Tankstellen um 10 %
Europas größter Betreiber von Wasserstofftankstellen, H2 Mobility, senkt den Wasserstoffpreis an fünf seiner am stärksten frequentierten Stationen in Deutschland um rund 10 %. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen Skaleneffekte sowie die Erlöse aus dem Handel mit Treibhausgasquoten (GHG-Quoten).
Wo gilt die Senkung?
Der angepasste Preis gilt an den Stationen in Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf-Höherweg. Die Senkung betrifft sowohl 350 bar als auch 700 bar – die beiden Tankdrücke, die Personenwagen und schwerere Fahrzeuge nutzen.
Wie ist der niedrigere Preis möglich?
Laut H2 Mobility ermöglicht die starke Nachfrage an diesen Standorten eine Senkung der Betriebskosten. Zudem bringt der zunehmende Einsatz von grünem Wasserstoff in Kombination mit dem Zugang zum deutschen System der Treibhausgasquoten zusätzliche Einnahmen aus vermiedenen Emissionen. Diese Erlöse gibt das Unternehmen nun teilweise an die Kundschaft weiter.
„Indem wir die Preise an unseren stark frequentierten Stationen senken, machen wir die Vorteile des GHG-Quotenhandels für unsere Kunden erstmals greifbar“, sagt Martin Jungel, Geschäftsführer und CFO von H2 Mobility. Ziel ist es, grünen Wasserstoff wirklich wettbewerbsfähig zu machen und den Markteintritt zu beschleunigen.
Unterstützung durch neue Gesetzgebung
Der Schritt folgt auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages vom Mai 2026, den Quotenrahmen zu verschärfen. Damit kommen verbindliche Verpflichtungen für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBOs) – eine Kategorie, zu der auf Strom basierender grüner Wasserstoff gehört. Die neue Regelung startet 2026 mit einem Anteil von 0,1 % und steigt bis 2030 auf 1,2 % und bis 2040 auf 8 % für den Verkehrssektor. Damit geht Deutschland über die europäischen RED-III-Ziele hinaus.
Was bedeutet das für die Wasserstoffmobilität?
Ein niedrigerer Preis an der Zapfsäule macht Wasserstoff als emissionsfreie Option neben dem batterieelektrischen Fahren attraktiver. Besonders bei schwereren und intensiv genutzten Fahrzeugen zählt jeder Cent: Je niedriger der Kraftstoffpreis, desto schneller rechnet sich der Umstieg auf sauberes Fahren. H2 Mobility will das gesamte Netz spätestens 2028 vollständig mit erneuerbarem Wasserstoff betreiben.
Quellen