Hyundai setzt die ersten Wasserstoff-Lkw Südamerikas für die Holzlogistik in Uruguay ein
Südamerika hat seine erste betriebsbereite Wasserstoff-Lkw-Flotte – und die steht in Uruguay. Hyundai Motor hat acht XCIENT Fuel Cell Trucks für das Kahirós Project geliefert, eine private Initiative zur Nachhaltigkeitswende in der Holzlogistik des Landes. Es geht um Schwerlastverkehr der Klasse 8 (37,2 Tonnen) mit einer Reichweite von rund 720 Kilometern pro Tankfüllung.
Das Projekt ist ein Joint Venture dreier uruguayischer Unternehmen: Ventus (Energie), Fraylog (Logistik) und Fidocar (Hyundais lokaler Vertriebspartner). Die Finanzierung – insgesamt etwa 40 Millionen Dollar – stammt von der Santander Group, ergänzt durch einen Kredit von 20 Millionen Dollar der International Finance Corporation (Weltbank) und 1 Million Dollar aus dem Renewable Energy Innovation Fund der UN.
Besonders interessant ist der geschlossene Kreislauf, der dabei aufgebaut wird. In Fray Bentos entsteht ein 4,8-MW-Solarpark, der an einen Elektrolyseur gekoppelt ist, der jährlich rund 77 Tonnen grünen Wasserstoff produziert – genug, um die sechs primären Trucks zu betreiben. Die beiden übrigen Trucks dienen als Reserve und für eine mögliche Erweiterung. Der vollständige Betrieb soll im November 2026 starten, wobei die Flotte zusammen etwa eine Million Kilometer pro Jahr zurücklegt.
Uruguay ist dabei keine zufällige Wahl: Das Land erzeugte 2024 stolze 99 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen, was die Produktion von grünem Wasserstoff besonders attraktiv macht. Für Hyundai ist es die Ausweitung eines bewährten Konzepts: In Europa fahren inzwischen 165 XCIENT Trucks, die zusammen mehr als 20 Millionen Kilometer zurückgelegt haben. Mit Uruguay setzt die Marke nun auch in Lateinamerika Fuß.