Weltweit erste Wasserstoff-Hafenzugmaschine erfolgreich in Sevilla getestet
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Weltweit erste Wasserstoff-Hafenzugmaschine erfolgreich in Sevilla getestet

Veröffentlicht am 01-04-2026

Der Hafen von Sevilla hat einen historischen Meilenstein erreicht: Am 17. März 2026 absolvierte der H2Tractor, die weltweit erste mit Wasserstoff angetriebene Hafenzugmaschine, erfolgreich seinen ersten vollständigen Praxistest. Getestet wurde das Fahrzeug im Seeterminal des Guadalquivir, dem Containerterminal des Hafens von Sevilla, in Zusammenarbeit mit den Reedereien Boluda Corporación Marítima und CMA-CGM.

Der H2Tractor wurde vom spanischen Ingenieurunternehmen EVO mit Sitz in Sevilla entwickelt und gebaut. Das Fahrzeug fährt mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle und vereint fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz, 5G-Konnektivität, cyber-physische Systeme und digitale Zwillinge für eine optimale Wartung. Es wurde speziell für den Einsatz in Hafenumgebungen mit extremer Hitze entwickelt und erfüllt die strengen Sicherheitsnormen ISO 26262 und ECE R134 für Wasserstofffahrzeuge.

Die technischen Leistungen sind beeindruckend: Der H2Tractor kann bis zu 95 Tonnen ziehen, verfügt über eine Betriebsautonomie von 16 Stunden und lässt sich in weniger als 5 Minuten nachtanken — vollständig emissionsfrei.

Das Projekt ist Teil von HYDEA, einer europäischen Initiative, die vom Interreg-Atlantic-Programm mitfinanziert wird und darauf abzielt, Wasserstoff als saubere Energiequelle in Häfen zu fördern. Ermöglicht wurde die Entwicklung unter anderem durch eine Förderung von 3,5 Millionen Euro aus dem europäischen Wiederaufbaufonds NextGenerationEU. Nach den Tests in Sevilla steht auch der Hafen von Algeciras für weitere Praxisversuche auf dem Programm.

EVO ist zudem das einzige spanische Unternehmen, das von der Europäischen Kommission für die Teilnahme an IPCEI Hy2Move ausgewählt wurde, dem Important Project of Common European Interest für Wasserstoffmobilität.

Der erfolgreiche Test markiert einen konkreten Schritt nach vorn bei der Dekarbonisierung der Hafenlogistik — eines Sektors, der weltweit noch weitgehend von Diesel abhängig ist.

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