Twentse Studierende rasen mit dem neuen Wasserstoffauto „Mira“ durch Europa
Das Studententeam HyDriven aus Enschede hat sein neues Wasserstoff-Rennauto für die kommende Saison vorgestellt: Mira. Mit diesem Fahrzeug bestreitet das Team in diesem Jahr Rennen in Deutschland, Frankreich und Österreich, im Rahmen des internationalen Wettbewerbs Formula Student.
Ein Stern namens Mira
Der Name passt zum Team, das sich immer für einen Namen aus der Astronomie entscheidet. Mira ist ein Stern im Sternbild Walfisch. Ein Wal schwimmt im Wasser, und das passt schön zu einem Wasserstoffauto. Gleichzeitig ist es ein Augenzwinkern: Das Wasserstofffahrzeug ist etwas schwerer als die überwiegend elektrischen Autos im Wettbewerb. Trotzdem ist Mira leichter, schneller und kräftiger als die früheren Modelle des Teams aus Twente. Und bemerkenswert: Das Auto ist schon Monate vor dem Start der Rennsaison fahrbereit – eine starke Leistung in diesem Studentenwettbewerb.
Wer ist HyDriven?
HyDriven ist ein multidisziplinäres Studententeam mit rund dreißig Studierenden der Universiteit Twente, der Saxion und des ROC van Twente. Sie arbeiten in einer gemeinsamen Werkstatt auf dem Kennispark Twente zusammen. Das Team besteht seit 2021 unter dem Namen HyDriven (früher Green Team Twente) und widmet sich vollständig der Wasserstofftechnologie innerhalb der Formula Student, dem größten studentischen Rennwettbewerb der Welt, bei dem Teams mit selbst gebauten Rennwagen gegeneinander antreten.
Pioniere, die Nachahmer finden
Lange war HyDriven das einzige Team mit einem Wasserstoffauto im Starterfeld. Das ändert sich jetzt, auch dank ihrer Pionierrolle. Beim größten Rennen, auf dem Red Bull Ring in Österreich, nehmen rund vierzig Teams teil; davon fahren inzwischen fünf mit Wasserstoff. Vor zwei Jahren waren die Twenter noch die Einzigen. Laut dem Team wächst diese Zahl weiter – nicht zuletzt, weil sich andere Teams die Technik aus Twente abschauen.
In der vergangenen Saison schrieb das Team bereits Geschichte: Mit dem Vorgänger NOVA war HyDriven das erste selbst gebaute Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzelle, das auf dem Red Bull Ring fuhr und die technische Abnahme bestand. Die Erfahrungen und Daten aus dieser Saison wurden genutzt, um Mira weiter zu verfeinern.
Warum Wasserstoff im Rennsport?
Für HyDriven ist Rennsport eine Möglichkeit, die Möglichkeiten von Wasserstoff zu zeigen: nicht nur sauber, sondern auch kraftvoll und schnell. So möchte das Team die Automobilindustrie und andere Branchen für das Potenzial von Wasserstoff sensibilisieren und andere Studententeams zum Umstieg motivieren – mit dem Traum einer eigenen Wasserstoffklasse innerhalb der Formula Student.
Neben dem batterieelektrischen Fahren zeigt dieses Projekt sehr schön, wie breit der Weg zur emissionsfreien Mobilität sein kann. Die Rennstrecke ist für die Studierenden ein lebendiges Labor, in dem sie Wasserstofftechnologie unter härtesten Bedingungen testen und verbessern.
Quellen
- Oost.nl / RTV Oost – oost.nl
- 1Twente – 1twente.nl
- Universiteit Twente – utwente.nl
- Innovation Origins – innovationorigins.com
- HyDriven – hydriven.nl