Einzigartig unter dem Boden: der flache Wasserstofftank, mit dem BMW die Batterie ersetzt
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Einzigartig unter dem Boden: der flache Wasserstofftank, mit dem BMW die Batterie ersetzt

Veröffentlicht am 15-07-2026

Bei einem Wasserstoffauto richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf die Brennstoffzelle, doch beim neuen BMW iX5 Hydrogen liegt der eigentliche Durchbruch woanders: in der Art, wie der Wasserstoff gespeichert wird. BMW hat dafür das Hydrogen Flat Storage System entwickelt, ein flaches Tanksystem, das laut Hersteller in der Automobilindustrie einzigartig ist. Inzwischen wurden dafür mehrere Patente angemeldet.


Von runden Zylindern zu einem flachen Aufbau

Wasserstofftanks sind traditionell dicke, runde Zylinder. Sie brauchen viel Platz und lassen sich schlecht in einem Auto unterbringen, das eigentlich für eine Batterie konstruiert wurde. BMW hat deshalb einen völlig anderen Weg gewählt: sieben schlanke Tanks, die zusammen eine flache, kompakte Einheit bilden. Dieses flache Design nutzt den verfügbaren Raum besonders effizient und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 750 km.


Sieben Tanks, ein durchdachtes System

Die Tanks sind vom sogenannten Typ 4: eine Kunststoff-Innenwand (Liner), die vollständig mit Carbonfasern in Kunstharz umwickelt ist. Diese Kombination ist leicht und gleichzeitig stark genug, um Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar zu speichern. Die sieben Tanks sind parallel geschaltet und bilden zusammen eine geschlossene Einheit, gesteuert über ein zentrales Hauptventil. Gemeinsam speichern sie mindestens 7 Kilogramm Wasserstoff – genug, um in weniger als fünf Minuten voll zu tanken.


Passt genau dorthin, wo die Batterie sitzt

Das Clevere liegt in der Platzierung. Die flache Tankeinheit nimmt im Fahrzeugboden exakt denselben Raum ein wie das Gen6-Batteriepaket der elektrischen BMW-Modelle – ohne dass Innenraum verloren geht. Dadurch kann die Wasserstoffversion des X5 vom gleichen Band laufen wie die elektrische, die Plug-in-Hybrid- sowie die Benzin- und Dieselvarianten.


Warum das so besonders ist

Bisher wurden Wasserstoffautos oft separat und in kleinen Stückzahlen gebaut, weil ihre Tanks nicht in eine Standardplattform passten. BMW dreht das um: Da der Tank an die Stelle der Batterie passt, kann die Produktion einfach mit der Nachfrage mitgehen, statt über eine eigene, teure Linie zu laufen. Das senkt Komplexität und Kosten und macht es leichter, neue Technik später zu ergänzen.


Sicher verpackt

Die Tanks liegen geschützt in einem robusten Metallrahmen, der zusammen mit der Karosserie bei einem Unfall zusätzlichen Schutz bietet. So verbindet BMW einen hohen Speicherdruck mit einem sicheren Einbau. Die Serienproduktion des iX5 Hydrogen startet 2028 im Werk Steyr (Österreich).


Eine Lösung, die nebeneinander bestehen kann

Schön an diesem Ansatz ist, dass Wasserstoff und batterieelektrischer Antrieb sich nicht gegenseitig behindern, sondern buchstäblich denselben Raum und dieselbe Fabrik teilen. Beide sind emissionsfrei; der Kunde wählt, was am besten passt. Für alle, die lange Strecken fahren und schnell tanken möchten, zeigt dieses flache Tanksystem, wie praktisch Wasserstoff sein kann.


Quellen

  • BMW Group – "New BMW iX5 Hydrogen tank system" (2026)
  • BMW Group Press – "Technology-open approach meets the art of engineering: the new hydrogen tank in the BMW iX5 Hydrogen"
  • CompositesWorld – "BMW's patented flat storage system uses CFRP tanks for iX5 hydrogen"
  • Autocar – "BMW solves hydrogen packaging puzzle"
  • Electric & Hybrid Vehicle Technology International – "BMW's new hydrogen tank design delivers 750 km range for iX5"
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