Von Klärschlamm zu Wasserstoff: Hyundai eröffnet Abfallanlage in Südkorea
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Technologie #Hyundai #Abfall

Von Klärschlamm zu Wasserstoff: Hyundai eröffnet Abfallanlage in Südkorea

Veröffentlicht am 27-07-2026

Abwasser als Quelle für sauberen Wasserstoff

Die Hyundai Motor Group hat in der südkoreanischen Stadt Cheongju eine besondere Anlage eröffnet: HTWO ENERGY Cheongju erzeugt Wasserstoff aus Abfall. Es ist die erste Anlage dieser Art, die der Konzern selbst betreibt, und sie ging im Juli 2026 in Betrieb.


Wie funktioniert das?

Das Verfahren heißt Waste-to-Hydrogen. Aus lokalem Klärschlamm wird zunächst Biogas gewonnen. Dieses Biogas wird anschließend aufbereitet und über eine Dampfreformierung in Wasserstoff umgewandelt. So wird aus einem Reststoff, den man ohnehin hat, ein sauberer Kraftstoff — und weil die Produktion vor Ort stattfindet, muss der Wasserstoff nicht von weit her kommen.


Wie viel kommt dabei heraus?

Die Anlage produziert rund 500 Kilogramm Wasserstoff pro Tag. Damit du ein Gefühl dafür bekommst: Das reicht, um etwa 100 Nexo-Pkw oder 30 Brennstoffzellenbusse mit Kraftstoff zu versorgen. Genau die Art von Fahrzeugen, bei denen Wasserstoff seine Stärken ausspielt.


Mehr als eine Fabrik

Im Gebäude befindet sich außerdem eine Hydrogen Academy: ein Ausstellungsbereich, der den Abfall-zu-Wasserstoff-Prozess und die gesamte Wasserstoffkette erklärt. Cheongju, zentral auf der koreanischen Halbinsel gelegen, wurde 2025 als eine der koreanischen „Wasserstoffstädte“ ausgewiesen und entwickelt sich zu einem nationalen Wasserstoff-Knotenpunkt. Der Staat unterstützt das Projekt über das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt.


Teil einer weltweiten Strategie

Für Hyundai passt die Anlage in die umfassendere HTWO-Strategie: Das Unternehmen baut an mehreren Standorten weltweit maßgeschneiderte Abfall-zu-Wasserstoff-Ketten auf, mit Projekten unter anderem in Indonesien und Hongkong. Laut Hyundai-Chef Gang Hyun Seo zeigt Cheongju, wie sich Kreislaufwirtschaft in der Praxis umsetzen lässt: Wasserstoff, hergestellt aus lokalem Abwasser.


Warum das wichtig ist

Wir finden das ein überzeugendes Beispiel. Wasserstoff aus Abfall schließt den Kreislauf: Aus einem Problem (Klärschlamm) wird eine Lösung (Kraftstoff), und zwar direkt in der Nähe des Ortes, an dem getankt wird. Solche lokalen Ketten machen sauberen Wasserstoff günstiger und logistisch einfacher — und davon profitiert am Ende auch der Fahrer an der Zapfsäule.


Quellen

  • HydrogenToday.info — Hyundai: une usine d'hydrogène à partir de déchets
  • Hydrogen Central — Hyundai Motor Group expands Korea's hydrogen ecosystem with first group-operated waste-to-hydrogen facility
  • Gasworld — Hyundai constructs 500kg per day waste-to-hydrogen plant in South Korea
  • Fuel Cells Works / The Korea Times — HTWO ENERGY Cheongju (Juli 2026)
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